Landesbühne

Spielort

Die Spielzeit der Landesbühne Niedersachsen Nord ist gestartet.

Die folgenden Aufführungen finden erfreulicherweise ohne Einschränkungen statt!

Außerdem wird es wieder eine Pause geben, in der für das leibliche Wohl gesorgt wird.

Der Freundeskreis Landesbühne Rheiderland e. V. lädt herzlich  ein.

 

Der Theatersaal mit 290 Plätzen befindet sich in der Oberschule Weener, Wiesenstrasse 4, 26826 Weener. Eine Fläche für Rollstuhlfahrer ist vorhanden. Parkplätze stehen vor und hinter der Schule zur Verfügung.

Eintrittspreise

Einzelkarte auf allen Plätzen12,00 € pro Person
Ermäßigt (Schüler/Studenten oder Personen mit Schwerbehinderung)
 
8,00 € pro Person
 
Vollabo (6 Theaterstücke)60,00 € pro Person
Ermäßigt (Schüler/Studenten oder Personen mit Schwerbehinderung)
 
40,00 € pro Person
 

Vorstellungsbeginn 19:30 Uhr

Karten im Vorverkauf und an der Abendkasse

Grundsätzlich können für alle Veranstaltungen Karten für Erwachsene und Schüler, als Einzelbesucher oder auch in Gruppen gekauft werden. Bestellungen bei Frau Elise Seeringer, Telefon: 04951/1315.

Weiterhin gibt es wie bisher die Karten im 14tägigen Vorverkauf vor Aufführungsbeginn bei der Buchhandlung Klinkenborg (siehe unten) und an der Abendkasse ab 19.00 Uhr.             

Vorverkauf Einzelkarten (ab 14 Tage vor Aufführungsbeginn):
KliBo/Buchhandlung Klinkenborg, Kirchhofstraße 5, Weener, Telefon: 04951/2219

Verkauf von Abos und Karten an der Abendkasse oder bis 14 Tage vorher bei Frau Elise Seeringer, Suidbroekstr. 20, Weener, Telefon: 04951/1315

Falls Sie Interesse an einem Abonnement haben, melden Sie sich bitte umgehend bei Frau Seeringer.

Spielplan 2022

 

 Spielzeit 2022/2023 -  Termine und Stücke


 


Mittwoch, 14. September 2022 "Hairspray"  - abgesagt - zurzeit noch kein Nachholtermin bekannt. 

„Wer was Großes werden will, braucht große Träume!“

Baltimore 1962: Tracy Turnblad, ein pummeliger Teenager mit Ballon-Frisur, träumt davon, in der „Corny Collins Show“, dem angesagtesten Showformat des Lokalfernsehens, tanzen zu dürfen. Tracys ebenfalls übergewichtige Mutter Edna, die längst all ihre Träume aufgegeben hat, fürchtet, dass ihre Tochter wegen ihres Aussehens verspottet wird. Ihr Vater hingegen, Besitzer eines erfolglosen Scherzartikel-Ladens, macht ihr Mut. Als Tracy dank ihrer Hartnäckigkeit tatsächlich an der Show teilnimmt, wird sie über Nacht zum Star. Sie nutzt ihre neue Berühmtheit zu einer Kampagne gegen die Trennung von schwarzen und weißen Jugendlichen. Und dann geht auch noch die Wahl zur „Miss Teenage Hairspray“ in die letzte Runde … Eine augenzwinkernde Hommage an die 1960er-Jahre: HAIRSPRAY, basierend auf John Waters gleichnamigem Kultfilm von 1988, ist eines der erfolgreichsten Broadway-Musicals. Freuen Sie sich auf Rhythm and Blues, Motown und Rock’n’Roll. Auf große Gefühle, große Songs, große Frisuren – und die ganz große Show! //

Regie: Olaf Strieb
Bühnenbild: Cornelia Brey
Kostümbild: Rebekka Zimlich
Musikalische Leitung: Simon Kasper
Choreografie: Franziska Plüschke
Dramaturgie: Kerstin Car­


Freitag, 14. Oktober 2022 "Der Untertan"

Wer treten wollte, musste sich treten lassen, das war das eherne Gesetz der Macht.

Diederich Heßling, der unter den strengen Augen seines Vaters aufwächst, hat schnell gelernt, sich den wilhelminischen Autoritäten zu fügen, wenn es ihm einen Vorteil bringt. Als er sich während seines Studiums einer schlagenden Verbindung von kaisertreuen Nationalisten anschließt, erfährt er – als Teil einer Gruppe – zum ersten Mal Bestätigung. So steigt er, immer um Anerkennung heischend, durch intrigantes und manipulatives Verhalten zum skrupellosen Fabrikbesitzer auf, der nach oben buckelt, nach unten tritt und somit zu einem Rädchen im Getriebe des aufsteigenden Nationalismus wird.
In DER UNTERTAN zeichnet Heinrich Mann (1871–1950) seinen Antihelden Diederich Heßling als typisch deutschen Opportunisten der Kaiserzeit und übt damit nicht nur scharfe Kritik an der Obrigkeitshörig-, sowie der Untertänigkeit der Deutschen, sondern auch an den moralischen Verhältnissen des wilhelminischen Deutschland, die trotz ihrer historischen Verankerung – auch politisch – bis in unsere Gegenwart ausstrahlen. //

Regie: Gernot Plass
Bühnen- & Kostümbild: Alexandra Burgstaller
Dramaturgie: Peter Krauch


Dienstag, 22. November 2022 "Zeugin der Anklage"

Er war am selben Abend dort, und seine Fingerabdrücke sind sicher überall…

London, 1952. Sir Wilfrid Robarts übernimmt einen scheinbar aussichtslosen Fall: Der berühmte Anwalt soll den arbeitslosen Leonard Vole verteidigen, der beschuldigt wird, die reiche Witwe Emily French aus Habgier ermordet zu haben. Diese ließ aufgrund ihrer Freundschaft zu Leonard ihr Testament kurz vor ihrem Tod zu dessen Gunsten ändern. Während des Prozesses gelingt es Wilfrid Robarts, die Glaubwürdigkeit der beiden Hauptzeugen, die Leonard belasten, in Frage zu stellen und das Blatt zu wenden. Als dann aber plötzlich Leonards Ehefrau in den Zeugenstand tritt und gegen ihn aussagt, weiß bald niemand mehr, was Wahrheit, was Lüge ist … In der Spielzeit 2022/2023 präsentiert die Landesbühne endlich diesen Krimiklassiker von Agatha Christie: ZEUGIN DER ANKLAGE ist ein hochspannendes Gerichtsdrama, das bis zur letzten Sekunde das Geheimnis um den Mord an Emily French aufrechterhält und die Zuschauer*innen durch ein Geflecht aus dreisten Lügen, überraschenden Wendungen und andauernder Spannung in seinen Bann zieht. //

Regie: Nina Pichler
Bühnen- & Kostümbild: Hans Winkler


Donnerstag, 09. Februar 2023 " Corpus Delicti"

„Unser System ist perfekt wie ein biologischer Körper – und dabei ebenso anfällig.“

Deutschland im Jahr 2057: Der menschliche Optimierungswille und das Streben nach Gesundheit haben gesiegt. Die Menschen desinfizieren, optimieren und fügen sich, denn solange jede*r Einzelne gesund ist, bleiben alle gesund. Auch Biologin Mia Holl war lange Zeit eine Unterstützerin dieses Systems. Doch als ihr Bruder Moritz durch einen DNA-Test eines Mordes überführt wird und sich daraufhin im Gefängnis umbringt, wird Mia aus der Bahn geworfen. In ihr wachsen Zweifel an Moritz’ Schuld, sie verweigert sich der Überwachung, desinfiziert nicht mehr, isst plötzlich ungesund und fängt an zu rauchen. Für die Justiz ein klarer Fall von Gefährdung des Gemeinwohls. Und so findet sich Mia plötzlich in einem Schauprozess wieder, bei dem sie erkennen muss, dass sie längst zu einem Bauernopfer von Staat und Ideologie verkommen ist … Juli Zeh (*1974) ist nicht nur eine der bekanntesten und erfolgreichsten Schriftstellerinnen Deutschlands, sondern auch Juristin und ehrenamtliche Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg. In CORPUS DELICTI beweist sie einmal mehr ihr Können, komplexe, gesellschaftskritische Themen spannend und zeitgemäß aufzubereiten. /

Regie: Tim Egloff
Bühnen- & Kostümbild: Tim Egloff / Nico Zielke
Dramaturgie: Kerstin Car


Donnerstag, 23. März 2023 "Iphigenie auf Tauris"

Und es gewöhnt sich nicht mein Geist hierher.

Als junges Mädchen dem durch ihren Vater angeordneten Tod als Menschenopfer entkommen, lebt Iphigenie inkognito als Priesterin unter der Herrschaft von König Thoas auf Tauris. Da sie das Heiratsangebot von Thoas mehrfach ausgeschlagen hat, sinnt er auf Rache und versucht, sie durch einen perfiden Plan in die Enge zu treiben: Von nun an soll es wieder Menschenopfer auf Tauris geben und Iphigenie soll diese als Priesterin durchführen oder doch in die Ehe einwilligen – für sie pure Grausamkeit. Als sich dann auch noch herausstellt, dass sich unter den Menschenopfern ihr Bruder Orest befindet, appelliert sie verzweifelt an Thoas und versucht, im Geiste von Menschlichkeit und Besonnenheit, Mitgefühl bei ihm zu wecken … Familientragödie, Rachepläne und die Hoffnung auf Versöhnung – Goethes IPHIGENIE zeigt in grandiosen Sprachbildern einerseits das Menschenideal der Weimarer Klassik, andererseits die Konsequenzen von Kolonialismus als Folge der europäischen Aufklärung und ist vor allem eins: ein Plädoyer für Humanismus. //

Regie: Robert Teufel
Bühnen- & Kostümbild: Rebekka Zimlich
Dramaturgie: Kerstin Car


Dienstag, 25. April 2023 "Der kaukasische Kreidekreis"

Es schaut einen  an wie ein Mensch.

Bürgerkrieg in Grusinien. Der Gouverneur ist tot, hingerichtet von aufständischen Fürsten. Die Frau des Gouverneurs entkommt. Sie rettet Schmuck und Kleider, vergisst aber im Chaos der Flucht ihren kleinen Sohn Michel, den Erben. Das Kind, dem die neuen Machthaber nach dem Leben trachten, bleibt auf dem Arm der Küchenmagd Grusche zurück. Sie nimmt sich des weinenden Säuglings an, rettet ihn vor den Soldaten und wird selbst zur Gejagten. Als der Krieg zu Ende ist, kehrt die Gouverneurswitwe heim. Sie fordert das Erbe – und Michel. Doch Grusche weigert sich, denn längst ist ihr der Kleine ans Herz gewachsen. So kommt es zum Prozess vor dem trinkfreudigen und bestechlichen Dorfschreiber Azdak, der in den Kriegswirren zum Richter aufgestiegen ist … DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS entstand 1944/45, als sich Brecht im amerikanischen Exil befand, und gilt als eines seiner poetischsten Stücke. Die Frage, die Brecht hier in aller Dringlichkeit stellt, ist so alt wie die Menschheit selbst und politisch hochbrisant: Wem gehört die Welt? //

Regie: Sascha Bunge
Musikalische Leitung: Stefan Faupel
Bühnenbild: Christine Bertl / Sascha Bunge
Kostümbild: Christine Bertl
Dramaturgie: Peter Krauch