Landesbühne

Spielort

Der Theatersaal mit 290 Plätzen befindet sich in der Oberschule Weener, Wiesenstrasse 4, 26826 Weener. Eine Fläche für Rollstuhlfahrer ist vorhanden. Parkplätze stehen vor und hinter der Schule zur Verfügung.

Eintrittspreise

Einzelkarte auf allen Plätzen 10,00 € pro Person
Gruppen ab 12 Personen 8,00 € pro Person
Schüler/Studenten

5,00 € pro Person

Vollabo (6 Theaterstücke) 50,00 € pro Person
Schüler/Studenten

25,00 € pro Person

Halbabo I  (3 Theaterstücke)
September bis November
28,00 € pro Person
Schüler/Studenten

14,00 € pro Person

Halbabo II (3 Theaterstücke)
Januar bis März
28,00 € pro Person
Schüler/Studenten 14,00 € pro Person

Vorstellungsbeginn

19.15 Uhr
Einführung in die Thematik des Stückes durch den jeweiligen Dramaturgen/Dramaturgin

Ausnahme: Musicals

19.30 Uhr
Einführung in die Thematik des Stückes durch den jeweiligen Dramaturgen/Dramaturgin

Ausnahme: Märchenspiele

Karten im Vorverkauf und an der Abendkasse

Grundsätzlich können ab 01. September 2018 für alle Veranstaltungen Karten für Erwachsene und Schüler, als Einzelbesucher oder auch in Gruppen gekauft werden. Bestellungen bei Frau Elise Seeringer, Telefon: 04951/1315.

Weiterhin gibt es wie bisher die Karten im 14tägigen Vorverkauf vor Aufführungsbeginn bei der Buchhandlung Klinkenborg (siehe unten) und an der Abendkasse ab 19.00 Uhr.             

Vorverkauf Einzelkarten (ab 14 Tage vor Aufführungsbeginn):
Buchhandlung Klinkenborg, Neue Straße 19, Weener, Telefon: 04951/2219

Verkauf von Abos und Karten an der Abendkasse oder bis 14 Tage vorher bei Frau Elise Seeringer, Suidbroekstr. 20, Weener, Telefon: 04951/1315

Falls Sie Interesse an einem Abonnement haben, melden Sie sich bitte umgehend bei Frau Seeringer.

Spielplan 2018/2019

Freitag, 21.09.2018 "Der Schimmelreiter" nach Theodor Storm

„Vader, unsre Deiche sind nichts wert.“ Der friesische Bauernsohn Hauke Haien ist schon von Kindesbeinen an besessen von der Wissenschaft des Deichbaus. Tage und Nächte verbringt er draußen am Meer und schaut den Wellen dabei zu, wie sie in die Kleierde beißen. Mit Elke, der Tochter des Deichgrafen, verbindet ihn das Interesse zur Mathematik. Als ihr Vater stirbt, erhält Hauke dessen Amt und heiratet sie, seine große Liebe. Der neue Deichgraf will nun seinen ehrgeizigen Plan eines neuartigen Deiches umsetzen, um das Land endlich besser gegen die Sturmfluten der Nordsee zu schützen. Doch Hauke hat nicht mit der Trägheit und dem Aberglauben der Dorfgemeinschaft gerechnet. Hin- und hergerissen zwischen Beharrlichkeit und Hybris ignoriert er schließlich alle Gegenargumente und setzt den Bau des Deiches durch. Die Macht des Irrationalen unterschätzend wird ihm jedoch das Meer, dem er die ganze Zeit trotzt, zum Verhängnis …
Der Wiener Regisseur und Autor Gernot Plass hat ­Theodor Storms 1888 erschienene Novelle für die Landesbühne einer modernen Überschreibung unterzogen und dafür die Sprache Storms in die Form des lyrischen Blankverses übertragen. Das berühmte ­nordische Schauermärchen erhält somit ein gegenwärtiges, in atemloser Rhythmik vorantreibendes Gewand, ohne den Geist des Originals zu verlieren.


Regie: Gernot Plass
Bühne & Kostüme: Alexandra Burgstaller
Dramaturgie: Kerstin Car, Lea Redlich


Freitag, 26.10.2018 "Die Nordsee" von Heinrich Heine

Ein junger Mann steht an der Küste und träumt von seiner Geliebten. Er wird sie finden und sie ihn, doch zuerst muss er auf eine Reise gehen.
Mit diesem uralten Motiv beginnt Heinrich Heines ­lyrischer Zyklus DIE NORDSEE, den er 1826 als Hommage auf die Seefahrt verfasste. Er hatte mehrere Sommer auf Norderney verbracht und erlebt, wie die Schönheit des Meeres urplötzlich in unkontrollierbare Gewalt umschlagen kann. Er bewunderte die Rauheit der Insel und feiert in seinen Gedichten den Menschen, der sich den Urgewalten von Wind und Wetter aussetzt.
Heine greift die Märchen und Sagen der Küstenbewohner genauso auf wie Motive der griechischen Mythologie, in denen die Weite des Meeres sinnbildlich für den Freiheitsdrang des Menschen der Neuzeit steht.

Mit DIE NORDSEE entwickeln Regisseur Sascha ­Bunge und Komponist Stefan Faupel auf der Basis von ­Heinrich Heines Gedichten und mit Texten von Fernando Pessoa und Edgar Allan Poe einen wildromantischen und melancholischen Liederabend für die Landesbühne Wilhelmshaven. Diese Uraufführung feiert das Meer, zelebriert die Erfahrung unendlicher Weite und singt von der unbeschreiblichen Sehnsucht nach Heimat.


Regie: Sascha Bunge
Musikalische Leitung: Stefan Faupel
Bühne & Kostüme: Angelika Wedde
Dramaturgie: Sibille Hüholt

Donnerstag, 29.11.2018 "The Black Rider" von Burroughs/Watts/Wilson

Wilhelm hat sich in die Försterstochter Käthchen verliebt. Deren Vater allerdings will ihre Hand nur einem treffsicheren Schützen geben. Obwohl Wilhelm sich nicht leicht geschlagen gibt, scheitern alle seine geheimen Schussversuche kläglich. In seiner verzweifeltsten Stunde kommt ihm ein mysteriöser Stelzfuß mit Zaubergeschossen zu Hilfe – Kugeln, die niemals ihr Ziel verfehlen! Der einzige Haken: Das Ziel der letzten Kugel kann er nicht selbst bestimmen. Aus Ehrgeiz und für sein geliebtes Käthchen willigt Wilhelm in einen teuflischen Pakt ein …
Die Freischütz-Sage erlangte bereits durch Carl Maria von Webers Oper Weltruhm. Knappe 170 Jahre später wagte sich Rocklegende Tom Waits an den Stoff. Herausgekommen ist eine ungeheure Bandbreite an Musikstilen, die auf einzigartige und effektvolle Weise miteinander verschmelzen und die klassische Musical-Musik weit hinter sich lassen. Ein musikalischer Höllenritt, der seit 1990 auf der ganzen Welt Erfolge feiert.


Regie: Olaf Strieb
Musikalische Leitung: Simon Kasper
Bühne & Kostüme: Herbert Buckmiller
Dramaturgie: Sibille Hüholt

 

Weihnachtsmärchen  - Sondervorstellungen für Schulen

Informationen erfolgen in Kürze!

Dienstag, 12. Februar 2019 "Afzals Tochter (The Who and the What)" von Ayad Akhtar

Afzal, ein strenggläubiger Pakistani, Witwer und liebevoller Vater, widmet sein ganzes Leben seiner Familie und wünscht sich nach alter Tradition vor allem eins: Beide Töchter sollen „den richtigen“ Mann heiraten.
Während bei der Jüngeren ein akzeptabler Verlobter in Aussicht ist, verbringt seine älteste Tochter Zarina viel Zeit in der Bibliothek, um an einem geheimnisvollen Buch zu schreiben. Da kommt Afzal die Dating-Plattform Muslimlove.com wie gerufen. Schnell ist ein Profil seiner Tochter erstellt und werden die ersten Treffen mit potenziellen Heiratskandidaten vereinbart. Der Plan scheint hervorragend zu funktionieren, doch dann fällt Afzal zufällig Zarinas Manuskript in die Hände, in dem sie über den Propheten und dessen Liebesleben schreibt …
Der US-amerikanische Erfolgsautor mit pakistanischen Wurzeln, Ayad Akhtar, erzählt in seinem Stück vom Konflikt zwischen einer modern-westlichen und einer traditionell-muslimischen Lebensweise. Denn Zarina schreibt über Mohammed und vertritt dabei Ansichten, die nicht der Tradition entsprechen. Im unschuldigen Gewand einer Boulevardkomödie entfaltet THE WHO AND THE WHAT erst nach und nach seinen explosiven Inhalt. Klug, bissig und ganz am Puls der Zeit.


Regie: Jochen Strauch
Bühne & Kostüme: Frank Albert
Dramaturgie: Kerstin M. Car

Samstag, 09.03.2019 "Lulu" von Frank Wedeking

Von ihrer Anmut bezaubert, holt Dr. Schön die junge Prostituierte Lulu von der Straße und führt sie in die bürgerliche Gesellschaft ein. Einen Mann nach dem anderen zieht sie dort in ihren Bann, um alle wenig später betrogen der öffentlichen Schande preiszugeben. Tote Ehemänner pflastern ihren Weg. Im Glauben, niemand außer ihm sei in der Lage, die Femme fatale zu kontrollieren, heiratet Dr. Schön Lulu schließlich selbst. Das gemeinsame Haus wird zum Bordell. Als sogar sein eigener Sohn ihr verfällt, will Dr. Schön Lulu für die Demütigung mit dem Leben bezahlen lassen: Doch stattdessen tötet sie ihren ehemaligen Retter.

Von diesem Moment an ist Lulus Abstieg unerbittlich. Als gesuchte Mörderin flieht sie nach London und landet wieder in der Gosse. Dort trifft sie auf Jack the Ripper persönlich …

In einzigartiger Radikalität attackiert das Drama die scheinheilige Prüderie des Bürgertums. Seine angebliche moralische Anrüchigkeit brachte Wedekind zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts Theaterskandale und einen langwierigen Gerichtsprozess ein.


Regie: Christina Emig-Könning
Bühne & Kostüme: Olf Kreisel
Dramaturgie: Cordelia Tietz, Sascha Bunge

Donnerstag, 25.04.2019 " Sein oder Nichtsein" von Nick Whitby/Ernst Lubitsch

Polen während des Zweiten Weltkriegs. Am Polski-Theater steht „Hamlet“ mit dem gefeierten Josef Tura in der Hauptrolle auf dem Spielplan. Doch immer, wenn der Star zum berühmtesten aller ­Shakespeare-Monologe ansetzt, verlässt ein Mann den Saal. Frechheit! Tura ahnt nicht, dass jener sich zum Stelldichein mit seiner Frau Maria trifft.
Kurze Zeit später schließen die deutschen Besatzer das Theater – und die Darsteller stehen mittellos auf der Straße. Doch dann taucht Marias Verehrer, mittlerweile Mitglied des Widerstands, erneut auf und bittet die Schauspieler bei seinem Auftrag um Hilfe: Er soll einen Professor eliminieren, der die gesamte polnische Untergrundbewegung an die Gestapo verraten will.
Kurzerhand wird das alte Theater umdekoriert und zum Gestapo-Hauptquartier gekürt, während sich die Schauspieler dank aufwendiger Kostüme in überzeugende Nazis verwandeln. Unvorhergesehene Schwierigkeiten treiben dieses aberwitzige Spiel auf die Spitze und plötzlich muss im wahrsten Sinne des Wortes um das Leben gespielt werden …
SEIN ODER NICHTSEIN ist bei aller Komik vor allem eine Hymne auf die Bedeutung von Humor in den dunkelsten Stunden.


Regie: Uwe Cramer
Bühne & Kostüme: N.N.
Dramaturgie: Sibille Hüholt