Evangelisch - reformierte Kreuzkirche Stapelmoor

Evangelisch - reformierte Kreuzkirche Stapelmoor

Unter den 31 Kirchen des Rheiderlandes nimmt dieses Gotteshaus aus dem letzten Drittel des 13. Jh. eine herausragende Stellung ein. Hoch hinauf streben die Mauern, die auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes mit fast gleichlangen Armen erbaut wurden. Der angebaute Satteldachturm überragt das Kirchendach nur wenig und  unterstreicht dadurch die Höhe der Kirchenwände, die durch romanische Schmuckelemente gegliedert sind. Trotz der später vergrößerten Fenster wirkt der Bau "wie aus einem Guss".

Etwas ganz Besonderes sind die bemalten Gewölbe, die, und das ist in Ostfriesland sehr selten, unbeschadet die Jahrhunderte überstanden haben. Florale und geometrische Formen sowie ein seltsames geflügeltes Wesen lassen erahnen, wie dekorativ und rätselhaft die mittelalterliche Bildersprache war.

Aus der Romantik stammt die Bentheimer Sandsteintaufe, verziert mit einem Rankenfries und Tauornamenten. Die mit Intarsienarbeiten geschmückte Kanzel entstand um 1600.

Noch eine Besonderheit hat die Kirche zu bieten: In einem Gehäuse, das mit Hilfe eines alten Fotos des Originals von 1848 rekonstruiert wurde, befindet sich eine "französische Orgel", die 1977 nach dem Vorbild eines Instrumentes erbaut wurde, das der Orgelbauer Louis-Alexandre Clicuot 1734 in Houdan (bei Versailles) geschaffen hatte. Das Instrument der Orgelbauer Bartel Immer, Claude Jaccard und Reinalt Klein ist die erste konsequent im klassisch-französischen Stil gebaute Orgel Deutschlands.

 

Text: Monika van Lengen, Aurich - Broschüre: Rheiderlands Kirchen"

Evangelisch - reformierte Kreuzkirche Stapelmoor

Unter den 31 Kirchen des Rheiderlandes nimmt dieses Gotteshaus aus dem letzten Drittel des 13. Jh. eine herausragende Stellung ein. Hoch hinauf streben die Mauern, die auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes mit fast gleichlangen Armen erbaut wurden. Der angebaute Satteldachturm überragt das Kirchendach nur wenig und  unterstreicht dadurch die Höhe der Kirchenwände, die durch romanische Schmuckelemente gegliedert sind. Trotz der später vergrößerten Fenster wirkt der Bau "wie aus einem Guss".

Etwas ganz Besonderes sind die bemalten Gewölbe, die, und das ist in Ostfriesland sehr selten, unbeschadet die Jahrhunderte überstanden haben. Florale und geometrische Formen sowie ein seltsames geflügeltes Wesen lassen erahnen, wie dekorativ und rätselhaft die mittelalterliche Bildersprache war.

Aus der Romantik stammt die Bentheimer Sandsteintaufe, verziert mit einem Rankenfries und Tauornamenten. Die mit Intarsienarbeiten geschmückte Kanzel entstand um 1600.

Noch eine Besonderheit hat die Kirche zu bieten: In einem Gehäuse, das mit Hilfe eines alten Fotos des Originals von 1848 rekonstruiert wurde, befindet sich eine "französische Orgel", die 1977 nach dem Vorbild eines Instrumentes erbaut wurde, das der Orgelbauer Louis-Alexandre Clicuot 1734 in Houdan (bei Versailles) geschaffen hatte. Das Instrument der Orgelbauer Bartel Immer, Claude Jaccard und Reinalt Klein ist die erste konsequent im klassisch-französischen Stil gebaute Orgel Deutschlands.

 

Text: Monika van Lengen, Aurich - Broschüre: Rheiderlands Kirchen"