Die Planung wird am Mittwoch, 17. Juni, um 17 Uhr im Rathaus der Gemeinde Jemgum vorgestellt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Im Mittelpunkt stehen dabei Weener, Bunde und Jemgum mit ihren jeweiligen Strukturen, Ortslagen und Entwicklungsmöglichkeiten. Der Wärmeplan zeigt auf, wo künftig gemeinschaftliche Lösungen wie lokale Wärmenetze näher geprüft werden können – und wo dezentrale Lösungen dauerhaft der sinnvollste Weg bleiben.
„Die Kommunale Wärmeplanung schafft Klarheit, ohne Vorgaben für einzelne Haushalte zu machen“, betonen die Bürgermeister Uwe Sap (Bunde), Hans Peter Heikens (Jemgum) und Heiko Abbas (Weener). „Sie zeigt realistische Wege auf und gibt Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Verwaltung mehr Orientierung für die kommenden Jahre.“
Untersucht wurden unter anderem der Gebäudebestand, der Wärmebedarf, mögliche erneuerbare Wärmequellen, Abwärmepotenziale und geeignete Bereiche für künftige Wärmenetze. In den Ortskernen von Weener, Bunde und Jemgum wurden Gebiete betrachtet, in denen solche Netze perspektivisch eine Rolle spielen könnten – etwa durch Großwärmepumpen oder die Nutzung von Abwärme.
Gleichzeitig macht die Analyse deutlich: Für den Großteil der Gebäude bleiben individuelle, dezentrale Lösungen der Regelfall. „Wärmepumpen oder andere erneuerbare Heizsysteme werden daher auch künftig die zentrale Rolle spielen – sicherlich zu mehr als 90 Prozent. Wärmenetze sind nur in ganz wenigen Bereichen theoretisch möglich“, so die drei Bürgermeister.
Wichtig bleibt: Die Wärmeplanung verpflichtet niemanden zu einer bestimmten Heiztechnik. Sie ist kein Eingriff in private Entscheidungen, sondern ein strategischer Orientierungsrahmen.

